Tallinns städtische Natur lädt zum Verweilen und Entspannen eins

    07.10.2020
    Der einfachste Art, sich mit der städtischen Natur Tallinns vertraut zu machen, ist eine Fahrt bzw. eine Spaziergang in einige der bekannten Stadtteile, z.B. nach Kalamaja oder Kopli, das nächste Mal ins Kadriorg und nach Pirita sowie vom Stroomi-Strand in den Bezirk Rocca al Mare.

    Durch Kalamaja nach Kopli

    Ein zwei Kilometer langer Fuß- und Radweg am Meer, auch bekannt als die Beta-Promenade, verläuft entlang der Küste vom Fischerhafen zur Hafenstadt Noblessner und passiert eine Reihe von touristischen Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind – das Kulturzentrum „Kultuurikatel“, das ehemalige Patarei-Gefängnis und den Wasserflughafen (Lennusadam).

    Für Naturliebhaber bietet diese Route die Möglichkeit, schöne und sogar ungewohnte Ausblicke (wenn man sie mit den bekannten Ausblicken von der Pirita-Promenade vergleicht) auf die Tallinner Bucht zu genießen. Gute Beobachtungsorte sind das Ufer beim Wasserflughafen (Lennusadam) und der Kai des Noblessner Hafens, der zum Meer hin offen ist.

    Der Friedhofspark des Stadtteils Kalamaja ist wohl einer der charmantesten Parks in Tallinn; die Magie des Parks kann am besten verstanden werden, wenn ihn zu verschiedenen Jahreszeiten besucht. Frühlingsblumen, der kühle Schatten der Bäume im Sommer und der goldene Herbst sind im Park gleichermaßen angenehm. Der Spielplatz im Kalamaja Park ist zu einem gemeinschaftlichen Bindeglied zwischen Kalamaja-Familien geworden, und hier treffen sich alle einheimischen Familien mit Kleinkindern.
      
    In Kopli lohnt es sich, die Parks zu entdecken. Der Große Friedhofspark Kopli ist eine beliebte Grünfläche mit guten Geh- und Radwegen. Der Kase Park (Birkenpark) dagegen ist natürlicher und kleiner mit Schwarz-Erlen.

    Die Halbinsel Paljassaare, die sich bis ins Meer erstreckt, ist Teil der natürlichen marinen Lebensräume Tallinns. Dank seiner Mosaiklandschaft zieht es viele Vogelarten in das Naturschutzgebiet Paljasaare an, das die beste Vogelbeobachtungsstätte in Tallinn ist. In Paljassaare gibt es auch einen der besten Badeorte in Tallinn: Pikakari Strand in der Nähe des Katharina-Kais, von dem aus die Tallinner Skyline sich ganz traditionell gibt. Die Halbinsel Paljassaare bietet eine Vielzahl von Naturerlebnisse zu verschiedenen Jahreszeiten. Im Juni und Juli ist die Vegetation am üppigsten, am Ende des Sommers sind die Himbeersträucher rot.

    Auf die Halbinsel Paljasaare bringt Sie Buslinie 59 ab dem Baltischen Bahnhof (Balti jaam).

    Kadriorg Park – Wie gut kennen wir ihn eigentlich?

    Der Kadriorg Park ist viel mehr als der wunderschöne Barockpalast, Museen und der Schwanenteich. In seiner Gesamtheit ist dieses Parkensemble ein Traum für Fans der Gartenarchitektur, denn hier findet sich alles: von einem traditionellen Barockpark bis zur Freiform, vom größten Rosengarten der Stadt bis zum Volkspark und dem eleganten japanischen Garten. 

    Für Naturliebhaber verleihen Linden, Eschen und Eichen dem Kadriorg Park seine Würde. Im nordöstlichen Teil des Parks gibt es einen seltenen uralten Eichenhain, wo die dickste Eiche in Tallinn wächst. Durch den Hain führt zu einem kleinen Fußweg. Mit ihrem Gesang treten Meisen, Gimpel, Amseln und Grünfinken auf. Der Park ist auch der wichtigste Nistplatz für die Fledermäuse der Stadt. Es gibt fünf verschiedene Arten von Fledermäusen in den Baumhöhlen. 

    Da die Gesamtlänge der Wege, die den Park durchqueren, mehr als 16 Kilometer beträgt, ist es neben dem kulturellen und natürlichen Erlebnis auch leicht, etwas für seine körperliche Form zu tun.

    Pirita hat alles, was der Sonnenhungrige begehrt!

    Die neue Reidi Straße führt Sie nun vom Stadtzentrum entlang der Strandpromenade direkt nach Pirita, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, allein oder mit der ganzen Familie. Am Straßenrand befinden sich Spielplätze und angenehme Sitzbereiche. Eine der ikonischen Stadtsilhouetten von Tallinn ist hier in ihrer vollen Schönheit zu bewundern. Die Aussicht auf das Meer und den Hafen, wo es einen dichten Schiffsverkehr während des Sommers gibt, geben Tallinn das Flair einer Stadt am Meer. 

    Am Ufer der Pirita-Promenade befindet sich Maarjamäe, ein ehemaliger berühmter Sommerort, wo sich heute das Estnische Historische Museum und das Filmmuseum mit seinem weitläufigen Außenbereich sowie das Museum der sowjetischen Denkmäler befinden. Nur einen kurzen Spaziergang vom Schloss Maarjamäe entfernt befindet sich eine der wichtigsten estnischen Gedenkstätten, die kürzlich eröffnete Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus

    Der zwei Kilometer lange Sandstrand von Pirita ist im Sommer der bekannteste Badestrand der Stadt, während anderer Jahreszeiten, vor allem im Frühling, aber ein großartiger Ort, um die erste Frühlingssonne einzufangen.

    Neben Schwimmen, Segeln und Bootfahren bietet Pirita auch Gesundheitspfade an. Nur eine 15-minütige Fahrt vom Stadtzentrum entfernt, sind die Gesundheitspfade an beiden Ufern des Flusses Pirita ideal zum Radfahren, Joggen oder Wandern sowie zum Skifahren im Winter.

    In der Nähe von Pirita befindet sich wohl die „grünste“ Grünfläche der Stadt, der Botanische Garten Tallinn, der zu einem schönen Spaziergang und dem Kennenlernen verschiedene Pflanzenarten einlädt. Der Rosengarten bietet z.B. hunderte verschiedene Rosensorten. Der Botanische Garten ist auch ein geeigneter Ort zum Picknicken. Das Naturschutzgebiet Pirita beginnt direkt beim Botanischen Garten. Der beste Weg, es zu entdecken, ist ein Spaziergang auf dem Naturpfad, von denen es hier zahlreiche gibt. Der Naturlehrpfad des Botanischen Gartens führt durch Wälder und Wiesen, am Wegesrand finden sich Eichen und für heilig befundene Orte. Da der Weg teilweise innerhalb des Botanischen Gartens verläuft, muss im Sommer eine Eintrittskarte erworben werden.

    Es gibt auch einen Waldfriedhof in der Nähe, mit der letzten Ruhestätte vieler prominenter estnischer und kultureller Persönlichkeiten.

    Die Busse 1A, 8, 34A, 38 bringen Sie vom Zentrum nach Pirita. Die Busse 34A und 38 bringen Sie zum Botanischen Garten.

    Vom Stroomi-Strand entlang der Promenade nach Rocca al Mare (bzw. umgekehrt)

    Der Stroomi-Strand, der sich zwischen Kopli und Rocca al Mare befindet, hat im Laufe der Jahre an Popularität gewonnen. Der lange Sandstrand ist im Sommer voller Sonnenanbeter und der Strandpark ist mit Picknickplätzen gefüllt. Stroomi ist auch für seine vielfältige Natur bekannt, und die Vogelvielfalt wird besonders geschätzt. Vom Vogelturm haben Sie die beste Aussicht auf die Bucht. Er ist nur einen kurzen Spaziergang vom Strand entfernt. Ein weiterer guter Vogelbeobachtungsort ist bei der Rocca-al-Mare-Schule am Meer. Von Rocca al Mare nach Stroomi führt ein über zwei Kilometer langer Weg, der das ganze Jahr über von Radfahrern und Fußgängern gerne genutzt wird.  

    Die Busse 21, 22 und 42 bringen Sie in die Gegend.

    Hier finden Sie weitere Informationen zu Tallinns städtische Natur: https://citynature.eu/en/tallinn/